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Ehe für alle

Freitag 30. Juni 2017, von Mandelkow

Der Bundestag hat an diesem Freitag, dem 30. Juni 2017, die Ehe für alle nach einer 38minütigen Diskussion mit den Stimmen der SPD, der Grünen, der Linken und Teilen der CDU/CSU (75 Stimmen) verabschiedet. Damit gilt nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) eine Ehe nunmehr als lebenslange Verbindung zwischen zwei Menschen und nicht mehr zwischen Mann und Frau.

Der Abstimmung war eine heftige Diskussion über das Verhalten der Bundeskanzlerin Angela Merkel vorangegangen. In einem öffentlichen Interview für die Zeitschrift "Brigitte" hatte sie die Frage der Ehe für alle zur Gewissensentscheidung erklärt und damit den Fraktionszwang für sinnlos erklärt, der bisher jede Abstimmung über das Thema blockiert hatte.

Obwohl Frau Merkel selbst gegen das Gesetz gestimmt hat, ist sie es, die die Ehe für alle durch das Interview auf den Weg gebracht hat. Die Reaktionen der Presse auf Merkels Interview sind sehr unterschiedlich. Einige erinnern an Günter Schabowski, der 1989 durch eine unbedachte Bemerkung in einer Pressekonferenz den Mauerfall ausgelöst hatte. Andere weisen darauf hin, dass alle anderen Parteien und möglichen Koalitionspartner der CDU/CSU die Ehe für alle zur Vorbedingung gemacht hatten, sodass es unmöglich gewesen wäre, in den Wahlkampf zu gehen, ohne dieses Problem aus der Welt geschafft zu haben.

Eine Themenseite der ZEIT über die Ehe für alle

Der Spiegel würdigt den Bundestagsbeschluss auf seine Weise:

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